Spanische Olivensorten

Spanien hat eine große Vielfalt an Olivensorten (mehr als 250!), die sich je nach Region, Klima und Bodenart unterscheiden. Dies führt zu einer großen Bandbreite an Aromen für jeden Geschmack.

Arbequina

Arbequina Olivenöl ist typisch für die Regionen Lérida und Tarragona, hat sich aber in Spanien, besonders in Andalusien und Castilla-La Mancha, stark verbreitet. Die Oliven sind klein, schnell erntereif, ergiebig, was sie in der Landwirtschaft besonders attraktiv macht.

Arbequina-Öl ist süß, ohne bitteren Nachgeschmack. Punktuell kann es im Abgang pikant sein, was Frische signalisiert. Es ist besonders aromatisch mit fruchtigen Noten wie Banane und Apfel. Der Geschmack kommt von einem hohen Anteil mehrfach ungesättigter Fettsäuren, wodurch es weniger stabil ist als andere Sorten. Es enthält viel Ölsäure, die LDL senkt und HDL erhöht, besitzt aber tendenziell niedrigere Polyphenolgehalte.

Verwendung: Aufgrund seines sanften, süßen Charakters eignet es sich hervorragend für die Küche für Mayonnaise, milde Soßen, als Butterersatz beim Backen, auf Toast zum Frühstück, mit Tomate oder Marmelade, in Obstsalaten und Pürees sowie zu Fisch und Meeresfrüchten. Wegen seiner geringeren Stabilität rät man zum Braten eher zu anderen Sorten wie Hojiblanca oder Manzanilla, wobei Arbequina dennoch stabiler ist als Sonnenblumenöl.

Arbequina-Olive / meine-olivenoele.de

Arbequina-Olive

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Hojiblanca

Die Olivensorte Hojiblanca ist typisch für Zentralandalusien und erstreckt sich hauptsächlich vom Norden der Provinz Malaga über den Süden der Provinz Córdoba bis in den Osten der Provinz Sevilla.

Die Olivensorte Hojiblanca besticht schon durch ihr markantes Erscheinungsbild: Die Blattunterseiten leuchten strahlend weiß, und die Früchte zeigen sich rundlich in mittel bis hohem Kaliber. Sie ist damit nicht nur eine konventionelle Olivenölquelle, sondern auch eine begehrte Tafelolive – vielseitig, wie ihr Name vermuten lässt.

Das Öl aus der Hojiblanca Olive besticht durch eine ausgeprägte, jedoch elegante Bitterkeit, die im Vergleich zu anderen Sorten moderat ausfällt. Der Ölsäureanteil von etwa 65 bis 70 Prozent verleiht ihm Stabilität und macht es deutlich resistenter gegen Oxidation bei hohen Temperaturen als Sorten wie Arbequina oder Royal. So lässt sich das Hojiblanca-Öl gleichermaßen wunderbar sowohl zum Braten als auch für den rohen Genuss einsetzen.

Die Farbe des Extrakts neigt zu Goldgrün, wobei der Ton stärker wird, je unreifer die Olive geerntet wird – grünere Oliven liefern also eine frischere, intensivere Note. Was dieses Öl darüber hinaus unverwechselbar macht, ist sein charakteristischer Geschmack und die eigenen Aromen, die eine treue Anhängerschaft unter Konsumenten schaffen. Wer einmal den Geschmack von Hojiblanca Olivenöl erlebt hat, bleibt dieser Sorte oft lange verbunden.

Hojiblanca-Olive / meine-olivenoele.de

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Manzanilla

Die Sorte der Olive Manzanilla wird hauptsächlich in den Provinzen Sevilla und Huelva (in denen man sie als „Olive manzanilla sevillana“ bezeichnet) und in Extremadura angebaut. Weltweit ist ihr Anbau in Ländern wie den USA, Portugal, Argentinien, Australien und Israel verbreitet.

Die Sorte Manzanilla wird überwiegend als Tafelolive geschätzt, während Öle dieser Sorte seltener vorkommen. Bei einigen Ölmühlen lassen sich hochwertige Exemplare finden, die durch charakteristische Aromen und einen unverwechselbaren Geschmack überzeugen. Der Manzanilla Olivenbaum ist klein und passt hervorragend in dichte Plantagen, was ihn besonders attraktiv für den Anbau macht. Die Früchte sind von durchschnittlicher Größe, rund und strohgelb. Sie weisen ein erhöhtes Verhältnis von Fruchtfleisch zum Kern auf und besitzen einen Ölgehalt von etwa 20 Prozent.

Das Öl der Manzanilla Olive besticht durch eine betont grüne Farbe und ein glänzendes Erscheinungsbild. Es entfaltet eine ausgewogene Balance aus Würze, Bitterkeit und Süße, ist sehr aromatisch und erinnert an fruchtige Noten wie Apfel, Obstsalat, Tomate und reife Banane. Der Ölextrakt liegt im mittleren Bereich, begleitet von einem hohen Gehalt an Palmitinsäure und Linolsäure, was Qualität und Stabilität unterstreicht.

Verwendet wird es vielseitig: Es eignet sich hervorragend zum Braten und passt ausgezeichnet zu reichhaltigen Fischgerichten. Roh veredelt es Salate und Frühstücksgerichte als feines, aromatisches Dressing oder schmackhafter Begleiter.

Manzanilla-Olive / meine-olivenoele.de

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